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Corte Geschichte

Korsika
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Corte liegt auf ein Hochplateau ca. 440 über NN, am Zusammenfluss von Restonica Tavignano. Einwohner in Corte ca. 7300 (Stand 1. Januar 2015). Damalige Hauptstadt 1755 – 1769 unter Pascal Paoli der auch die erste Universität Korsikas in Corte gründete. Die Universität wurde 1980 neu gegründet und ist die einzige Universität Korsikas, sie bietet unter anderem auch einen Lehrstuhl für die Korsische Sprache an. Die Kämpfe des Mittelalters sowie die Kriege um die Unabhängigkeit haben ihre Spuren in dieser Hochburg der Geschichte hinterlassen.

Heute ist Corte mit seiner malerischen Altstadt ein touristischer Höhepunkt auf der Insel und hat besonders im oberen Teil seinen strengen und ernsten, teilweise sogar feindlichen Charakter erhalten, mit seinen engen, steilen Gässchen zwischen den schiefergedeckten Häusern.

 

Geschichte

Mit seinen Schluchten und Bergen hat Corte schon immer eine bedeutende militärische Rolle gespielt. Im 9. Jahrhundert war der Ort eine wichtige Stadt und wurde von der Republik Genua im 13. Jahrhundert erobert. 1419 eroberte der Lehnsherr Vincentello d'Istria den Ort und errichtete die Zitadelle. Später erhielt die Bank des Hl. Georg (das militärische Finanzinstitut der Genuesen) die Stadt aus den Händen der Lehnsherren von Campo Fregosso.

Während der kurzen französischen Zugehörigkeit schickte 1553 der Marschall von Thermes den Adligen Sampiero Corso in die Stadt; er wurde ihr Befreier, die Bewohner übergaben ihm freiwillig die Schlüssel. Nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags von Cateau-Cambresis 1559 fiel Korsika jedoch wieder an Genua zurück.

 

 

Im Jahre 1734 bemächtigten sich die Franzosen jedoch wieder der Stadt. Aber 1745 eroberten die Korsen unter Jean-Pierre Gaffori („Schützer der Nation“) die Stadt erneut. 1751 betraut die „Consulta von Orezza“ ihn mit der Exekutivgewalt.

Zwischen 1755 und 1769 war Corte die Hauptstadt des unabhängigen Teils von Korsika unter Pascal Paoli. Dieser „aufgeschlossene Despot“, Freund von Jean-Jacques Rousseau und James Boswell, reorganisierte Korsika als Staat und gab ihm eine demokratische Verfassung. In ihr waren bereits Gewaltenteilung und Volkssouveränität verankert. Gleichzeitig gründete er die erste (und bis heute einzige) Universität Korsikas im Nationalpalast. Genua behielt jedoch die Vormachtstellung an der Küste.

Da sich Paoli weigerte, mit Genua zu verhandeln, wandte sich diese Republik an Frankreich. Unter Choiseul, einem Minister von Ludwig XV., wurde die Insel im Vertrag von Versailles (1768) an Frankreich „verkauft“. Dieser „Verkauf“ veranlasste Paoli und seine Landsleute zu einem neuen Aufstand. Nach der Niederlage in der Schlacht bei Ponte Novu im Mai 1769 zog sich Paoli nach Corte zurück, doch nach vergeblichem Widerstand fiel die Stadt wieder in die Hände der Franzosen.

quelleText: Wikipedia

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